menschenleeres Lages

Bela Vista noch ohne Corona-Infizierte

Auch Brasilien hat das Corona-Virus fest im Griff. In Sao Paulo und Rio de Janeiro gibt es die meisten Fälle. Nun auch in den Favelas. Seit ca. 3 Wochen ist das Leben stiller geworden, die Leute bleiben zuhause, soweit es geht.

Es ist eine große Umstellung, sich nicht mehr mit Küsschen rechts und Küsschen links zu begrüßen. Aber mittlerweile haben sich die Leute dran gewöhnt. Der Corona-Gruß ist nun mit dem Fuß. So berichten Sandra de Avila und Günter Raecke, die gerade vor Ort sind.

Zwar gibt es in Bela Vista keine Infizierten, aber die größeren Städten in der Nähe, Joao Monlevade und Nova Era, sind bereits betroffen.

In Lages wurde aber das Centro geschlossen. Es werden keine Kinder betreut und auch keine Treffen mehr veranstaltet. Das Projekt „Prävention“ mit den Jugendlichen zur Abschreckung vor einer kriminellen Laufbahn konnte nicht beginnen. Alles war schon vorbereitet. Nun muss erst mal abgewartet werden.

Die Corona-Epidemie trifft auch unsere 2 Absolventinnen, die ihre Ausbildung frisch abschlossen haben. Zurzeit ist eine Jobsuche nicht möglich.

„Es ist ruhiger geworden, man hört die Vögel zwitschern!“

Sandra de Avila

Der Verein Casa Nova e.V. unterstützt seine Partner in der kleinen Stadt Bela Vista im Bundesstaat Minas Gerais in Brasilien. In dem Stadtteil Lages ist das in Gemeinschaftsarbeit entstandene „Centro“ Mittelpunkt für viele Familien. Die kleinen Kinder werden betreut und für die Jugendlichen gibt es Freizeitangebote und finanzielle Unterstützung bei der Ausbildung.


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